Drei Männer in Golfkleidung stehen auf einer Driving Range. Zwei schwingen ihre Schläger, während der dritte seinen Schläger in der Hand hält und zusieht. Im Hintergrund sind unter einem teilweise bewölkten Himmel Golftaschen und grüne Bäume zu sehen.

Der Golf-Abschlag: So gelingt Ihnen der perfekte erste Schlag

Eine Frau mit blondem Haar in einem Pferdeschwanz und einem weiß-hellblauen Sporthemd mit Kragen steht lächelnd vor einer strukturierten, hellen Wand.Darleen Wehner
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📅 Aktualisiert am 14.07.2026
⏱ Lesezeit: 14 Minuten

Drei Männer in Golfkleidung stehen auf einer Driving Range. Zwei schwingen ihre Schläger, während der dritte seinen Schläger in der Hand hält und zusieht. Im Hintergrund sind unter einem teilweise bewölkten Himmel Golftaschen und grüne Bäume zu sehen.

Jede Golfbahn beginnt mit einem Abschlag. Ein sauberer erster Schlag verschafft Ihnen eine ideale Ausgangsposition, während ein misslungener Abschlag den Rest der Bahn zur Aufholjagd macht. Die gute Nachricht: Der Abschlag lässt sich lernen. Mit dem richtigen Verständnis für Technik, Ausrüstung und Regeln gewinnen Sie Sicherheit und schon bald auch Weite. 

Golfball on Tee

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Abschlag (englisch Tee Shot) ist der erste Schlag an jedem Loch und wird vom Abschlagbereich, der sogenannten Teeing Area, gespielt. Nur hier dürfen Sie ein Tee verwenden.
  • Ballposition und Tee-Höhe sind entscheidend: Beim Driver liegt der Ball auf Höhe der Innenkante Ihrer vorderen Ferse, das Tee ist so hoch, dass etwa die obere Hälfte des Balls über die Schlägeroberkante hinausragt.
  • Technik schlägt Kraft: Ein sauberer Treffmoment bringt mehr Weite als maximaler Krafteinsatz. Anfängerinnen und Anfänger erreichen mit dem Driver realistisch 100-180 Meter beim Abschlag.
  • Verschiedene Schläger für verschiedene Ausgangslagen: Driver für maximale Länge, Hölzer und Hybride für kontrollierte Weite, Eisen für Präzision auf engen oder kurzen Bahnen.

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Was ist der Abschlag beim Golf?

Der Abschlag bezeichnet gleich zwei Dinge und genau das sorgt bei Einsteigern oft für Verwirrung. Zum einen ist der Abschlag der erste Schlag an jeder Spielbahn, im Englischen Tee Shot genannt. Zum anderen meint der Begriff die Fläche, von der aus dieser Schlag gespielt wird: den Abschlagbereich, auch Teeing Area, Tee oder Teebox genannt.

Der Abschlag nimmt eine Sonderstellung ein, denn er ist der einzige Schlag, den Sie unter kontrollierten Bedingungen ausführen. Statt aus dem hohen Gras oder einer schwierigen Hanglage schlagen Sie von einer ebenen, gepflegten Fläche und dürfen den Ball auf ein Tee setzen, einen kleinen Stift aus Holz oder Kunststoff. Dieser hebt den Ball leicht an, nimmt Unebenheiten des Bodens aus dem Spiel und erleichtert einen sauberen Treffer. Diese Hilfestellung ist ausschließlich auf der Teeing Area erlaubt, nicht auf dem Fairway, im Rough oder auf dem Grün.

Nahaufnahme eines Golfballs auf einem Tee im Gras, während ein Golfschläger kurz davor ist, ihn zu treffen. Im Hintergrund sind verschwommene Bäume und ein blauer Himmel an einem sonnigen Tag zu sehen.

Experten-Tipp: 

Ein gerader Abschlag aufs Fairway macht den zweiten Schlag deutlich einfacher und verkürzt Ihre Schlagzahl über die gesamte Runde spürbar. Der klügste Abschlag ist deshalb nicht immer der weiteste, sondern der, der Sie sicher ins Spiel bringt.

Wie schlage ich beim Golf richtig ab?

Der perfekte Abschlag ist das Ergebnis einer soliden Grundtechnik. Diese lässt sich in wenige, gut merkbare Schritte gliedern. 

Wir gehen sie gemeinsam durch, am Beispiel des Drivers und für Rechtshänder (Linkshänder spiegeln die Angaben).

1. Der Stand

Stellen Sie sich stabil und entspannt hin. Beim Driver ist der Stand etwas breiter als bei den Eisen. Als Faustregel gilt: Die Außenseiten Ihrer Schultern stehen ungefähr auf einer Linie mit den Innenseiten Ihrer Füße. Ein breiter Stand gibt Ihnen die nötige Balance für eine kraftvolle Körperdrehung.

2. Die Ausrichtung

Füße, Knie, Hüften und Schultern zeigen parallel zur gedachten Ziellinie. Eine einfache Kontrolle: Legen Sie beim Üben einen Schläger auf den Boden, der die Linie zwischen Ball und Ziel markiert.

3. Die Ballposition

Beim Driver liegt der Ball weit vorne im Stand, auf Höhe der Innenkante Ihrer vorderen (linken) Ferse. 

4. Der Griff

Umfassen Sie den Schläger locker, aber kontrolliert. Ein zu fester Griff verkrampft den Schwung. Das Griffende sollte in der Ansprechposition Richtung Bauchnabel beziehungsweise Gürtelschnalle zeigen.

5. Der Schwung

Konzentrieren Sie sich auf einen flüssigen, rhythmischen Bewegungsablauf, nicht auf maximale Kraft. Die Weite entsteht aus Schlägerkopfgeschwindigkeit und einem sauberen Treffmoment in der Mitte der Schlagfläche, nicht aus roher Gewalt. Beim Driver wollen Sie den Ball leicht in der Aufwärtsbewegung treffen. Verlagern Sie dafür etwas mehr Gewicht auf den hinteren Fuß.

Experten-Tipp gegen den Slice:

Der Slice (der Ball dreht unkontrolliert nach rechts) ist der häufigste Fehler von Einsteigern. Die Ursache liegt überraschend oft im Griff, nicht im gesamten Schwung. Prüfen Sie zuerst Ihre Griffhaltung: Beim Ansprechen sollten Sie zwei bis drei Knöchel Ihrer linken Hand sehen. Häufig verschwindet der Slice schon dadurch.

Wo liegt der Ball beim Abschlag mit dem Driver?

Beim Driver liegt der Ball weit vorne im Stand, etwa auf Höhe der Innenkante Ihrer vorderen (bei Rechtshändern: linken) Ferse. Das ist kein Zufall, sondern hat einen klaren technischen Grund: Mit dem Driver möchten Sie den Ball im Aufwärtsschwung treffen. Diese aufsteigende Bewegung im Treffmoment erzeugt einen höheren Abflugwinkel und maximiert die Weite.

Läge der Ball, wie beim Eisen, in der Mitte des Stands, würden Sie ihn entweder unterschlagen oder zu steil von oben treffen. Beides kostet Weite und Kontrolle. Zur weit vorne liegenden Ballposition passt eine leichte Neigung des Oberkörpers vom Ball weg: Die hintere Schulter liegt etwas tiefer als die vordere, und rund 60 Prozent Ihres Gewichts ruhen im Setup auf dem hinteren Fuß. So schaffen Sie den Raum, um den Ball sauber in der Aufwärtsbewegung zu erwischen.

Wie hoch sollte das Tee beim Abschlag im Golf sein?

Die Tee-Höhe macht einen größeren Unterschied, als viele Einsteiger vermuten. Die bewährte Faustregel für den Driver lautet: Legen Sie den Schlägerkopf am Boden an – nun sollte etwa die obere Hälfte des Balls über die Oberkante der Schlagfläche hinausragen. Das entspricht ungefähr der Situation, in der die Unterkante des Balls auf einer Linie mit der Schlägeroberkante liegt. Diese Höhe unterstützt den gewünschten Aufwärtstreffer und einen optimalen Abflugwinkel.

Für Hölzer, Hybride und Eisen gilt: deutlich niedriger aufteen. Je kürzer der Schläger, desto flacher liegt der Ball – bei kurzen Eisen manchmal nur wenige Millimeter über dem Boden, da Sie diese Schläge eher im flachen bis leicht absteigenden Treffmoment spielen.

Ein kleiner Ausrüstungshinweis: Für den Driver empfiehlt sich ein längeres Tee, damit Sie die nötige Höhe erreichen. Kunststofftees mit Höhenmarkierungen helfen Ihnen zusätzlich, die einmal gefundene ideale Höhe bei jedem Abschlag zu reproduzieren. Übrigens ist die Tee-Länge sogar reglementiert: Nach den offiziellen Golfregeln darf ein Tee maximal 101,6 Millimeter (4 Zoll) lang sein.

Wann wird welcher Abschlag beim Golf verwendet?

Grundsätzlich dürfen Sie jeden Schläger zum Abschlag verwenden, die Wahl richtet sich nach der Länge der Bahn und Ihrer Spielstrategie. Der Driver bringt die meiste Weite, ist aber auch am schwierigsten zu kontrollieren. Auf kurzen Par-3-Löchern oder engen Bahnen mit vielen Hindernissen ist ein Eisen oder Hybrid oft die klügere Wahl.

SchlägerTypische EinsatzsituationMerkmaleBallposition
DriverLange Par 4 und Par 5, offene BahnenLängster Schaft, größter Kopf, maximale Weite, anspruchsvollVordere Ferse, Ball hoch aufgeteet
Holz 3/5Lange Bahnen mit Bedarf an mehr KontrolleWeniger Weite als der Driver, dafür treffsichererLeicht vor der Mitte, Ball flacher aufgeteet
Hybrid/ RescueMittellange Bahnen, unsichere LagenFehlerverzeihend, gut für EinsteigerVor der Mitte, Ball nur leicht aufgeteet
EisenKurze Par 3, enge Fairways, präzise PlatzierungHöchste Kontrolle, geringere WeiteMitte des Stands, Ball flach oder ohne Tee

Je länger der Schläger, desto weiter vorne liegt der Ball im Stand und desto höher wird er aufgeteet. Je kürzer der Schläger, desto mehr wandert die Ballposition zur Mitte und desto flacher liegt der Ball. Diese einfache Logik hilft Ihnen, bei jedem Schläger die richtige Grundeinstellung zu finden.

Experten-Tipp für Einsteiger: 

Wer sich mit dem Driver noch unsicher fühlt, muss ihn nicht erzwingen. Ein Holz 3 oder ein Hybrid landet häufiger auf dem Fairway und sorgt so für konstantere Ergebnisse. Gerade für Golf-Anfänger, die auf gleichmäßige Schwungbewegungen setzen, ist das ein sehr guter Weg, um Selbstvertrauen aufzubauen. Weite kommt später fast von allein.

Wie weit ist ein guter Abschlag beim Golf?

Die Weite hängt stark vom Können, der Schwunggeschwindigkeit und der Technik ab. Pauschale Rekordzahlen helfen Einsteigern deshalb wenig. Als realistische Orientierung gilt: Eine Anfängerin oder ein Anfänger mit einem hohen Handicap (etwa HCP 54) erreicht mit dem Driver typischerweise 100 bis 180 Meter. Das reicht für die meisten Par-4-Löcher völlig aus.

Wichtig zu verstehen: Die weitesten Schläge entstehen nicht durch den größten Kraftaufwand, sondern durch Schlägerkopfgeschwindigkeit in Kombination mit einem sauberen, mittigen Treffer. Viele Amateurgolferinnen und -golfer verschenken 20 bis 30 Meter allein durch ungenaues Treffen. Wer also an Weite arbeiten möchte, investiert seine Energie am besten in einen präzisen Treffmoment, nicht in mehr Muskelkraft.

Wie verbessere ich meinen Abschlag beim Golf?

Ein besserer Abschlag ist vor allem eine Frage von strukturiertem Üben und wenigen, gezielten Stellschrauben. Diese Ansätze bringen erfahrungsgemäß den größten Fortschritt:

  • Sauber treffen statt hart schlagen: Nehmen Sie bewusst Tempo aus dem Schwung und konzentrieren Sie sich auf einen mittigen Treffer. Sie werden überrascht sein, wie viel Weite dabei entsteht.
  • Griff und Ausrichtung zuerst prüfen: Bevor Sie den ganzen Schwung umbauen, kontrollieren Sie die Grundlagen: neutraler Griff, parallele Ausrichtung zur Ziellinie, stabile Ballposition. Die meisten Fehlschläge haben hier ihren Ursprung.
  • Strukturiert üben: Fünfzig gedankenlose Bälle auf der Range bringen weniger als zwanzig bewusst gespielte. Simulieren Sie enge Fairways, wechseln Sie die Schläger und trainieren Sie Ihre feste Pre-Shot-Routine, also den immer gleichen Ablauf vor jedem Schlag.
  • Strategisch denken: Fragen Sie sich vor dem Abschlag nicht „Wie weit kann ich schlagen?“, sondern „Wo will ich für den nächsten Schlag liegen?“. Dieses rückwärtsgewandte Denken vom Grün aus verbessert Ihre Platzierung enorm.
  • Eine Golfstunde nehmen: Ein qualifizierter PGA-Professional erkennt in wenigen Minuten, woran es hakt. Gerade beim Abschlag lohnt sich professionelles Feedback, weil sich früh eingeschliffene Fehler später hartnäckig halten.

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Häufig gestellte Fragen

Wie nennt man den Abschlag beim Golf?

Im deutschen Sprachgebrauch heißt es schlicht Abschlag. International und zunehmend auch in Deutschland und der Schweiz hat sich der englische Begriff Tee Shot etabliert. Beide meinen dasselbe: den ersten Schlag an einem Loch, gespielt vom aufgeeteten Ball.

Auch für die Fläche selbst gibt es mehrere Bezeichnungen, die synonym verwendet werden: Abschlag, Teeing Area, Tee oder Teebox. Das kleine Stäbchen, auf das Sie den Ball setzen, wird ebenfalls Tee genannt.

Muss ich den Ball beim Abschlag auf ein Tee legen?

Nein, auf der Teeing Area dürfen Sie den Ball aufteen, müssen es aber nicht. Sie können auch direkt vom Boden spielen. Empfehlenswert ist das Tee dennoch, weil es Unebenheiten ausschaltet und einen saubereren Treffer erleichtert. Einzige Ausnahme: Manche Plätze schreiben aus Pflegegründen die Nutzung eines Tees vor.

Wo genau darf ich den Ball in der Teebox platzieren?

Der Ball muss zwischen den beiden Abschlagmarkierungen und bis zu zwei Schlägerlängen dahinter aufgeteet werden, niemals davor. Das ergibt ein gedachtes Rechteck. Maßgeblich ist die Position des Balls, nicht die des Spielers: Sie selbst dürfen beim Schlag auch außerhalb dieses Bereichs stehen (Regel 6.2b der offiziellen Golfregeln).

Was passiert, wenn der Ball vor dem Schlag vom Tee fällt?

Fällt der Ball von selbst herunter, etwa durch Wind oder eine versehentliche Berührung ohne Schlagabsicht, dürfen Sie ihn straflos wieder aufteen. Erst wenn Sie eine echte Schlagbewegung ausführen, zählt der Versuch als Schlag.

Welche Abschlagsmarkierungen gibt es und welche gelten für mich?

Klassisch gilt: Gelb für Herren, Rot für Damen sowie Weiß und Blau für Turnierspieler. Der moderne Trend geht jedoch weg von Geschlechterrollen hin zu weitenabhängigen Abschlägen (oft mit Farben wie Grün und Orange oder Nummern). Das Prinzip: Sie wählen den Abschlag, der zu Ihrer Schlagweite passt, unabhängig von Alter oder Geschlecht. Für Einsteiger empfiehlt sich immer ein vorderer Abschlag für mehr Erfolgserlebnisse und besseren Spielfluss.

Welcher Schläger eignet sich für meinen ersten Abschlag am besten?

Wenn Sie sich mit dem Driver noch unsicher fühlen, greifen Sie zu einem Holz 3 oder einem Hybrid. Diese sind fehlerverzeihender und landen zuverlässiger auf dem Fairway. Weite entwickelt sich mit wachsender Technik ganz von selbst.

Eine Frau mit blondem Haar in einem Pferdeschwanz und einem weiß-hellblauen Sporthemd mit Kragen steht lächelnd vor einer strukturierten, hellen Wand.Darleen Wehner
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Als Spitzengolferin mit Handicap 5 weiß sie aus eigener Erfahrung genau, worauf es Golfspielerinnen und Golfspielern on und off the course ankommt.

„Golf bedeutet für mich Präzision, Leidenschaft – und die Freude, besondere Plätze spielen zu dürfen.“