Golfurlaub in Japan
Japan gehört zu den Ländern mit der höchsten Golfplatzdichte der Welt. Golf ist hier kein Nischensport, sondern ein fester Bestandteil des Alltags.
Wir bieten diese faszinierende Destination nur in Verbindung mit einer geführten Rundreise an. Während der mehr als zweiwöchigen Tour durch Japan lernen Sie einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Golfplätze kennen. Wir führen Sie in die einzigartige Golfkultur des Landes der aufgehenden Sonne ein.
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Welche Golfplätze gibt es in Japan?
Einige der bekanntesten Plätze Japans tragen die Handschrift eines Engländers. Charles Hugh Alison reiste Anfang der 1930er-Jahre nach Japan und prägte die Golfarchitektur des Landes so nachhaltig, dass tiefe Bunker dort bis heute „Arison-Banker“ heißen. Zwei seiner Plätze zählen zu den besten der Welt:
- Hirono Golf Club: 1932 in Miki in der Präfektur Hyogo eröffnet, von Alison entworfen, 2018 von Martin Ebert überarbeitet und in internationalen Ranglisten regelmäßig unter Japans besten Plätzen. Ein reiner Privatclub, auf dem Gäste nur in Begleitung eines Mitglieds spielen.
- Kawana Hotel, Fuji Course: 1936 auf der Izu-Halbinsel eröffnet, ebenfalls von Alison, hoch über der Küste gelegen, mit Blick auf den Pazifik und bei klarer Sicht auf den Fuji.
Dazu kommen Plätze, die Sie aus dem Fernsehen kennen dürften:
- Kasumigaseki Country Club: 1929 in Kawagoe nördlich von Tokio eröffnet, der East Course von Clubmitgliedern um Kinya Fujita und Shiro Akaboshi, später von Alison überarbeitet. Hier wurde das olympische Golfturnier der Spiele von Tokio ausgetragen.
- Taiheiyo Club, Gotemba Course: 1977 am Fuß des Fuji eröffnet, 2018 von Rees Jones überarbeitet, mit dem Berg als Kulisse an mehreren Löchern.
- Phoenix Country Club: 1974 in Miyazaki auf Kyushu eröffnet, Teil des Seagaia-Resorts und einer der wenigen Spitzenplätze, die Gäste ohne Mitgliedschaft aufnehmen.
Was ist beim Golfen in Japan anders als in Europa?
Eine Runde in Japan läuft nach eigenen Regeln ab. Das Wichtigste:
- Die Mittagspause: auf den meisten 18-Loch-Plätzen wird nach den ersten neun Löchern etwa eine Stunde im Clubhaus gegessen. Für eine Runde sollten Sie daher einen ganzen Tag einplanen. Durchspielen erlauben nur einzelne Clubs, meist bei Frühstarts.
- Zwei Grüns pro Loch: eine japanische Eigenheit aus der Nachkriegszeit. Ursprünglich lag ein Grün aus Korai-Gras für den Sommer neben einem Bentgras-Grün für den Winter. Auf älteren Anlagen finden Sie das System häufig, bei Plätzen aus den letzten Jahrzehnten kaum noch.
- Das Clubhaus: Sie kommen in Straßenkleidung an und ziehen sich in der Umkleide um. Der Schlüssel Ihres Schließfachs dient zugleich als Konto, über das am Ende alles abgerechnet wird. Nach der Runde gehört das Bad zum Tagesablauf, Handtücher und Seife werden gestellt.
- Der Dresscode: Standard sind Polohemd und lange Hose oder Rock, im Sommer sind kurze Hosen meist erlaubt. Gehobene Clubs erwarten für das Clubhaus entsprechend gepflegte Kleidung, bei Herren häufig ein Sakko.
- Trinkgeld: nicht üblich, auch nicht für Caddies.
- Pünktlichkeit: Startzeiten werden strikt eingehalten. Rechnen Sie damit, 40 bis 60 Minuten vorher am Platz zu sein.
Wann ist die beste Reisezeit für Golf in Japan?
Am angenehmsten zum Golf spielen in Japan sind Frühling und Herbst. Die Kirschblüte erreicht Tokio im Mittel Ende März, in höheren Lagen und weiter nördlich entsprechend später.
Zwei Zeiträume sollten Sie meiden. Die Regenzeit, auf Japanisch Tsuyu, zieht im Juni und Juli über das Land, in der Region um Tokio üblicherweise von Anfang Juni bis Mitte oder Ende Juli. Und die Taifunsaison reicht von Juli bis Oktober, wobei zwischen August und Oktober besonders häufig Taifune auftreten.
Gespielt wird in weiten Teilen Japans das ganze Jahr. Eine Ausnahme ist Hokkaido im Norden, wo die Plätze im Winter schließen. Auf Kyushu und Okinawa im Süden ist die Saison dafür besonders lang.
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