Unser Test: 4 Tage Golfen und Entdecken in Costa Navarino
Darleen Wehner
Junior Sales Expert
📅 Aktualisiert am 06.07.2026
⏱ Lesezeit: 12 Minuten

Für unser Portfolio haben wir Costa Navarino unter die Lupe genommen und vier Tage lang alles getestet, was diese griechische Destination für Golfreisende zu bieten hat. Im Fokus standen die Hotels, vier Golfplätze sowie die Infrastruktur vor Ort, damit wir unseren Kunden eine fundierte und ehrliche Einschätzung geben können.
INHALTSVERZEICHNIS
Warum wir Costa Navarino getestet haben
Costa Navarino hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung im Premiumsegment gewonnen und stand bei uns schon länger auf dem Prüfstand. Für eine Golfreise nach Costa Navarino wollten wir wissen: Hält die Destination, was sie verspricht, und welches Hotel passt wirklich zu welcher Zielgruppe? Diese Fragen konnten wir jetzt mit eigenen Augen und eigenen Abschlägen beantworten.
Unsere Reise im Überblick
| Abschnitt | Schwerpunkt | Golfplatz | Unser Highlight |
|---|---|---|---|
| Anreise & Ersteindruck | Hotelbesichtigungen Westin & Romanos | Bay Course | Ausblick vom Restaurant des Mandarin Oriental |
| Golfplatz-Check I | Dunes Course & International Olympic Academy Golf Course | Dunes + Olympic | Panorama vom International Olympic Academy Golf Course |
| Golfplatz-Check II | Hills Course & Bay Course | Hills + Bay | Fairway-Qualität des Dunes Course |
| Hotels & Gastronomie | W Costa Navarino & Mandarin Oriental | Pause | Restaurant Nargile im Westin-Areal |
Tag 1: Ankunft und erster Eindruck der Hotelanlagen
Costa Navarino empfängt einen mit Weitläufigkeit. Die beiden großen Anlagen, das Westin Resort und das Romanos, liegen nah beieinander und teilen sich Gastronomie und Infrastruktur. Beide Hotels bieten ein hohes Niveau, wobei sich ihre Charaktere klar unterscheiden: Das Westin setzt auf warme Erdtöne mit einem Hauch Blau und wirkt einladend und klassisch, das Romanos hingegen arbeitet mit kühleren Farben in Dunkelbraun, Schwarz und Weiß und legt spürbar mehr Wert auf Privatsphäre. Die Zimmeraufteilung ist in beiden Häusern sehr ähnlich, mit verschiedenen Ausblicken von seitlichem Meerblick bis Golfplatz oder Garten.
Was uns gleich auffiel: Die Größe beider Anlagen macht die Orientierung zu Beginn nicht ganz einfach. Gerade für Erstgäste kann das schnell überwältigend wirken. Die Lösung vor Ort sind sogenannte Pick-up-Points, von denen aus man sich per Telefon oder WhatsApp einen Shuttle organisieren kann. Das funktioniert gut, allerdings sollte man pünktlich sein, da die Fahrzeuge nicht endlos warten und das nächste nicht immer sofort verfügbar ist.
💡 Unser Tipp: Beim Check-in direkt nach dem Shuttle-System fragen und die Abfahrtszeiten notieren. Wer sich auf Spontaneität verlässt, verliert schnell Zeit.
Tag 2: Der Dunes Course und der International Olympic Academy Golf Course
Die Runde auf dem Dunes Course hat uns sehr positiv überrascht. Die Fairways waren in einem gepflegten Zustand und das Design schöpft die natürliche Dünenlandschaft clever aus. Hier merkt man, dass Golf and Travel Costa Navarino nicht zu Unrecht im Premiumbereich positioniert. Direkt im Anschluss folgte der International Olympic Academy Golf Course, und dieser Platz hat uns schlicht beeindruckt. Die Ausblicke von oben über das gesamte Resort sind schwer in Worte zu fassen. Weite Fairways, sorgfältig gepflegte Grüns und eine Anlage, die einfach stimmt.
Einziger Wermutstropfen des Tages war das Leihschläger-System. Obwohl wir unsere Präferenzen mehrfach angegeben haben, haben wir zweimal einen leicht abweichenden Satz bekommen, gleiche Marke und gleiches Modell, aber mit einer Aufteilung, die nicht ganz zu unserem Spiel gepasst hat. Essentielle Schläger wie ein Eisen 5 oder 6 sowie bestimmte Wedges fehlten, dafür waren mehr Hölzer und Hybrids dabei als nötig.
💡 Unser Tipp: Wer eigene Schläger hat, sollte sie unbedingt mitbringen. Das Leihsystem ist nicht zuverlässig genug für anspruchsvollere Golfer.
Tag 3: Bay Course, Hills Course und die Gastronomie
Der Bay Course präsentierte sich in einem guten Zustand, verlangte aber deutlich mehr vom Spieler als die ersten beiden Runden. Viele Hügel und ausgeprägte Wellen in den Grüns machen ihn zu einem anspruchsvollen Erlebnis, besonders für Spieler, die flachere Plätze gewohnt sind. Der Hills Course hingegen war zum Zeitpunkt unseres Besuchs nicht auf dem gleichen Niveau: Greenkeeper-Arbeiten waren im Gange und die Grüns sowie Fairways waren gesandet. Das ist vorübergehend und wird sich bessern, für den Besuchszeitraum war es allerdings spürbar.
Den Abend haben wir genutzt, um die Gastronomie zu erkunden. Das Angebot reicht von Italienisch über typisch Griechisches bis hin zu Sonderabenden mit Michelin-Sterneköchen im Mandarin Oriental. Eine Möglichkeit, auf Reisen Gourmet-Küche auf absolutem Spitzenniveau zu erleben. Besonders hängengeblieben ist uns das Restaurant Nargile mit seiner libanesischen Küche: sehr authentisch, geschmacksintensiv und eine echte Entdeckung für Abende nach der Runde.
💡 Unser Tipp: Tischreservierungen für das Nargile und das Michelin-Restaurant möglichst früh machen, idealerweise schon vor der Abreise.
Tag 4: Das W und das Mandarin Oriental
Der letzte Tag gehörte den beiden anderen Hotels. Das W Costa Navarino spielt in einer eigenen Liga, was Stil und Atmosphäre angeht. Moderner, lifestyle-orientierter und mit einer klar jüngeren Zielgruppe im Blick. Statt eines klassischen Frühstücksbuffets gibt es mehrere Stationen, die ein bisschen an eine kleine kulinarische Stadt erinnern. Zimmer mit privatem Pool, direktem Strandzugang und sogar eine Infinity Suite mit Rooftop-Pool gehören zum Angebot. Persönlich war das W unser Favorit unter den vier Hotels.
Das Mandarin Oriental hingegen setzt die Messlatte noch einmal anders an. Die Architektur fügt sich harmonisch in die Hanglage ein, mit offenen Flächen, Terrassen und Blickachsen auf das Meer und den Bay Course. Die Struktur der Anlage ist klar und großzügig, ganz anders als die Weitläufigkeit von Westin und Romanos. Zimmer mit privatem Pool, ein hoher Grad an Privatsphäre und ein Service auf absolutem Premiumniveau machen das Mandarin Oriental zu einem eigenständigen Produkt. Für Golfgruppen ist es eher nicht geeignet, für Paare und anspruchsvolle Individualreisende aber kaum zu übertreffen.
Was uns überrascht hat
- Positiv: Der Olympic Hills Course hat unsere Erwartungen klar übertroffen. Die Kombination aus Platzqualität und dem Panoramablick über das Resort ist schlicht außergewöhnlich.
- Anders als erwartet: Die Größe der Anlagen war beeindruckend, aber auch herausfordernd. Gäste, die Wert auf kurze Wege legen, sollten darauf vorbereitet werden.
- Geheimtipp vor Ort: Das Restaurant Nargile ist ein tolles Restaurant vor Ort mit leckeren Speisen und Drinks.
- Kritisch angemerkt: Das Leihschläger-System ist ausbaufähig und sollte bei der Kundenberatung aktiv angesprochen werden.
Unser Fazit nach 4 Tagen
Costa Navarino ist eine starke Golfdestination, die im Premiumsegment wirklich liefert, wenn man die richtige Erwartungshaltung mitbringt. Die besten Plätze, Dunes und Olympic Hills Course, sind in einem sehr guten Zustand und rechtfertigen die Reise allein schon. Die Hotellandschaft ist breit aufgestellt und ermöglicht eine saubere Zielgruppendifferenzierung vom komfortablen Vier-Sterne-Aufenthalt im Westin bis zum exklusiven Erlebnis im Mandarin Oriental.
Was wir unseren Kunden klar mitgeben: Die Anreise ist noch etwas aufwendiger als etwa nach Spanien oder Portugal, das sollte man offen kommunizieren. Eine neue Straßenverbindung ist in Planung und soll die Transferzeit um rund 20 Minuten verkürzen, was die Destination noch attraktiver machen wird. Bis dahin gilt: wer sich auf Costa Navarino einlässt, wird mit einer Qualität belohnt, die viele andere Golfziele nicht erreichen.
Für unser Portfolio empfehlen wir Costa Navarino klar weiter, mit differenzierter Positionierung je nach Zielgruppe. Gruppen und Golfer mit mittlerem Anspruch sind bei Westin und Romanos gut aufgehoben. Paare und Reisende, die das Besondere suchen, gehören ins Mandarin Oriental.
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Praktische Infos für Ihre Golfreise nach Costa Navarino
- Shuttle rechtzeitig einplanen: Die Pick-up-Points funktionieren gut, aber pünktliches Erscheinen ist Pflicht. Wir empfehlen, die Abfahrtszeiten direkt beim Check-in zu erfragen und keine spontanen Verbindungen einzuplanen.
- Eigene Schläger mitbringen: Das Leihschläger-System vor Ort ist verbesserungswürdig. Was uns geholfen hat: klare Kommunikation über den benötigten Satz, aber sicherer ist es, die eigenen Eisen im Gepäck zu haben.
- Restaurantreservierungen früh sichern: Das Nargile und das Michelin-Restaurant sind gut besucht. Wir empfehlen, Tische bereits vor der Abreise zu reservieren.
- Anreise realistisch einplanen: Costa Navarino liegt im Südwesten Griechenlands und der Transfer vom Flughafen dauert derzeit noch etwas länger als bei anderen Destinationen. Eine neue Straße ist geplant, aber noch nicht fertig.
- Hotelwahl bewusst treffen: Wer ruhige Wege und eine klare Struktur sucht, liegt im Mandarin Oriental richtig. Wer das Lebhafte und Moderne bevorzugt, ist im W Costa Navarino besser aufgehoben.
Häufig gestellte Fragen
Welche Golfplätze in Costa Navarino sind am besten für erfahrene Golfer geeignet?
Der Olympic Hills Course und der Dunes Course haben uns am meisten überzeugt und eignen sich besonders für Golfer, die auf gut gepflegte, anspruchsvolle Plätze Wert legen. Der Bay Course ist ebenfalls spielbar, fordert aber durch viele Hügel und wellige Grüns deutlich mehr Präzision.
Ist Costa Navarino auch für Golfreisende ohne eigene Schläger geeignet?
Grundsätzlich ja, aber wir empfehlen nach unserer Erfahrung, eigene Schläger mitzubringen. Das Leihsystem vor Ort funktioniert, ist aber nicht immer zuverlässig in der genauen Aufteilung des Satzes, was besonders für anspruchsvollere Spieler stören kann.
Welches Hotel in Costa Navarino passt zu welcher Reiseart?
Paare und Individualreisende mit hohem Anspruch sind im Mandarin Oriental am besten aufgehoben. Das W Costa Navarino ist die erste Wahl für jüngere Reisende mit Sinn für Lifestyle und Moderne. Westin und Romanos bieten ein starkes Gesamtpaket für klassische Golfurlaube und sind auch für Gruppen geeignet.
Wie ist die Anreise nach Costa Navarino geregelt?
Die Destination liegt im Südwesten Griechenlands und ist aktuell noch mit etwas mehr Transferaufwand verbunden als klassische Golfziele in Spanien oder Portugal. Eine neue Straßenverbindung ist in Planung, die die Fahrzeit deutlich verkürzen soll. Wir empfehlen, die Anreise bei der Reiseplanung entsprechend zu berücksichtigen.
Darleen Wehner
Junior Sales Expert
Als Spitzengolferin mit Handicap 5 weiß sie aus eigener Erfahrung genau, worauf es Golfspielerinnen und Golfspielern on und off the course ankommt.
„Golf bedeutet für mich Präzision, Leidenschaft – und die Freude, besondere Plätze spielen zu dürfen.“

