Was ist Links-Golf? Tipps, wie Sie Links-Golfplätze meistern
Ebru Meseberg
Head of Sales Deutschland
📅 Aktualisiert am 24.06.2026
⏱ Lesezeit: 9 Minuten

Links-Golf gehört für uns zu den ursprünglichsten Formen des Golfsports. Der Begriff beschreibt Golfplätze, die auf sandigem Dünenland an der Küste liegen und sich durch harte Fairways, tiefe Bunker und wechselnden Wind auszeichnen. Wer einen solchen Platz zum ersten Mal betritt, erlebt Golf in seiner reinsten und herausforderndsten Form.
INHALTSVERZEICHNIS
Was bedeutet Links-Golf eigentlich?
Der Begriff Links stammt vom altenglischen Wort „hlinc“, das so viel wie Hügelland bedeutet. Gemeint ist damit das Verbindungsland zwischen Meer und fruchtbarem Ackerland. Weil dieser sandige, salzhaltige Boden für Landwirtschaft unbrauchbar war, wurde er in Schottland zur allgemeinen Nutzung freigegeben. So entstanden dort die ersten Golfplätze überhaupt.
Ein echter Links-Platz unterscheidet sich grundlegend von einem Parkland-Platz. Während Parkland-Anlagen im Landesinneren mit Bäumen, Teichen und gepflegtem Rasen angelegt sind, präsentieren sich Links-Plätze naturnah und karg. Hier dominieren Dünenlandschaften, windgepeitschtes Heidekraut und tiefe Sandkuhlen.
Die charakteristischen Merkmale eines Links-Golfplatzes
Wer auf einem True Links spielt, bemerkt sofort die Unterschiede. Der Sandboden ist hart und trocken, selbst nach Regenfällen. Die ausgezeichnete Drainage sorgt dafür, dass diese Plätze fast immer bespielbar bleiben. Der Ball rollt auf den festen Fairways deutlich weiter als auf weichen Parkland-Plätzen.
Typisch für Links-Plätze sind außerdem die tiefen Topf-Bunker. Diese natürlichen oder naturnahen Sandkuhlen können mehrere Meter tief sein und erfordern präzise Schläge mit viel Loft. Das Rough besteht oft aus hohem Dünengras, Ginster oder Heidekraut und bestraft ungenaue Schläge.
Ein weiteres Merkmal ist das klassische Out-and-In-Layout: Die ersten neun Löcher führen vom Clubhaus hinaus entlang der Küste, die zweiten neun zurück. Dadurch ändert sich die Windrichtung mehrfach während der Runde.
💡 Tipp: Planen Sie bei Links-Golf mehr Zeit für das Kursmanagement ein. Die welligen Fairways und blinden Schläge erfordern genaues Studieren der Platzkarte.
Warum der Wind beim Links-Golf alles verändert
Der Wind ist der unsichtbare Gegner auf jedem Links-Golfplatz. Er kann innerhalb weniger Löcher komplett drehen und aus einem einfachen Par-4 eine echte Herausforderung machen. Für uns ist genau das der Reiz dieser Plätze: Golf wird hier zum strategischen Spiel gegen die Elemente.
Bei Gegenwind gilt die Regel: mehr Schläger, weniger Schwung. Statt mit dem 7er-Eisen voll durchzuziehen, greifen erfahrene Links-Golfer zum 5er oder 6er und spielen einen kontrollierten, flachen Schlag. Der Ball bleibt unter dem Wind und ist besser zu kontrollieren.
Bei Rückenwind müssen Sie dagegen den zusätzlichen Roll einkalkulieren. Der Ball landet weicher, rollt aber auf den harten Fairways deutlich weiter als gewohnt. Hier hilft es, die Landezone bewusst vor dem Grün zu wählen.
Die wichtigsten Tipps für erfolgreiches Links-Golf
Den Ball flach halten
Hohe Schläge sind auf Links-Plätzen riskant. Der Wind erfasst den Golfball und trägt ihn oft weit vom Ziel weg. Spielen Sie die Ballposition weiter zurück im Stand und verkürzen Sie den Durchschwung. So startet der Ball flacher und bleibt berechenbarer.
Bump-and-Run als Standardschlag
Der Bump-and-Run ist der klassische Links-Schlag. Dabei fliegt der Ball nur kurz und rollt den Großteil der Strecke. Die Technik eignet sich perfekt für Annäherungen ans Grün, wenn viel Fairway zwischen Ball und Fahne liegt. Nutzen Sie dafür ein 7er oder 8er Eisen statt des Wedges.
💡 Tipp: Üben Sie den Bump-and-Run vor Ihrer Links-Runde auf dem Übungsgrün. Achten Sie dabei auf die Gewichtsverteilung: 60 bis 70 Prozent auf dem vorderen Fuß.
Bunker strategisch vermeiden
Die Topf-Bunker auf Links-Plätzen sind echte Straflöcher. Anders als flache Fairway-Bunker auf Parkland-Plätzen kosten sie oft einen ganzen Schlag nur fürs Herauskommen. Spielen Sie lieber konservativ auf die breite Seite des Grüns statt direkt auf die Fahne hinter einem tiefen Bunker.
Den Putter kreativer einsetzen
Auf Links-Plätzen können Sie den Putter auch von außerhalb des Grüns nutzen. Die kurz gemähten Vorgrüns und harten Böden erlauben oft einen sicheren Putt von 10 oder 15 Metern Entfernung. Das eliminiert das Risiko eines getoppten Chips.
💡 Tipp: Packen Sie wasserdichte Kleidung ein. Das Wetter auf Küstenplätzen kann sich schnell ändern. Wenn Sie Ihre Golfreise planen, denken Sie an wetterfeste Ausrüstung.
Bekannte Links-Golfplätze weltweit
In Großbritannien finden Sie viele bekannte True Links. Schottische Klassiker wie der Old Course in St Andrews oder Turnberry sowie der englische Royal Birkdale ziehen Golfer aus aller Welt an. Auch die Open Championship wird traditionell nur auf Links-Plätzen ausgetragen.
Irland steht Schottland in nichts nach und bietet mit Plätzen wie Ballybunion, Lahinch oder Royal County Down einige der besten Golfplätze Irlands. In Deutschland gilt der Budersand auf Sylt als einziger echter True Links. WINSTONlinks bei Schwerin bietet zumindest Links-ähnliche Bedingungen mit Dünenlandschaft und viel Wind.
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Fazit
Links-Golf fordert uns als Golfer auf eine Art heraus, die klassische Parkland-Plätze nicht bieten können. Wer den Wind lesen, flache Schläge spielen und kreatives Kursmanagement beherrschen lernt, wird auf diesen ursprünglichen Plätzen mit unvergesslichen Runden belohnt.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es Links-Golfplätze auch außerhalb der Küste?
Ja, sogenannte Inland Links imitieren die Bedingungen echter Küstenplätze im Landesinneren. Sie verfügen über sandige Böden, wenig Bäume und wellige Fairways, liegen aber nicht am Meer.
Welche Schläger sollte ich auf einem Links-Platz bevorzugen?
Niedrige Eisen und Hybride sind wertvoller als hohe Wedges. Viele Links-Golfer verzichten auf das Lob-Wedge und nehmen stattdessen ein zusätzliches langes Eisen mit.
Warum heißt es Links und nicht Link?
Der Begriff Links ist bereits die Einzahl. Er leitet sich vom schottischen Wort für das Küstenland ab und wird auch für einen einzelnen Platz im Plural verwendet.
Ebru Meseberg
Head of Sales Deutschland
Mit 26 Jahren Erfahrung in der Golfreisebranche und einer besonderen Leidenschaft für Südafrika berät sie ihre Kunden mit echtem Herzblut.
„Golf ist für mich mehr als nur ein Spiel – Es ist der perfekte Grund die Welt zu entdecken.“

