Wir haben getestet: 7 Tage Golfurlaub auf Mallorca und unsere Erfahrungen
Roberto Gomez Jimenez
Sales Expert
📅 Aktualisiert am 12.05.2026
⏱ Lesezeit: 12 Minuten

Im Oktober 2024 war unser Team von Golf and Travel eine Woche lang auf Mallorca unterwegs, um die Insel als Golfdestination aus erster Hand zu erleben. Wir haben sechs verschiedene Golfplätze getestet, in unterschiedlichen Hotels übernachtet und uns ein umfassendes Bild davon gemacht, was Golfer auf der Baleareninsel erwartet. Dieser Bericht teilt unsere ehrlichen Eindrücke und praktischen Erkenntnisse.
INHALTSVERZEICHNIS
Warum wir Mallorca getestet haben
Mallorca zählt zu den meistgebuchten Golfdestinationen unserer Kunden, und wir wollten verstehen, was die Insel für eine Golfreise so attraktiv macht. Neben der kurzen Flugzeit interessierte uns besonders die Qualität der Plätze, die Infrastruktur vor Ort und das Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu anderen Mittelmeerzielen.
Unsere Reise im Überblick
| Tag | Aktivität | Golfplatz | Unser Highlight |
| 1 | Anreise, erste Runde | Son Gual | Spektakulärer Platz zum Einstieg |
| 2 | Zwei Runden | Alcanada, Son Vida | Küstengolf bei perfektem Wetter |
| 3 | Erkundungstag | Son Quint | Entspanntes Spiel, Restaurant-Tipp |
| 4 | Training & Runde | Arabella Golf Academy | Übungsanlagen getestet |
| 5 | Windiger Parkours | Maioris | Kontrastprogramm: Links Course |
| 6 | Abschlussrunde | Son Gual (erneut) | Bestätigung des Ersteindrucks |
| 7 | Abreise | – | Letzte Tapas in Palma |
Tag 1: Anreise und erste Runde auf Son Gual
Nach einem zweistündigen Flug ab Frankfurt landeten wir gegen Mittag in Palma. Der Mietwagen war innerhalb von 30 Minuten übernommen, und eine Stunde später standen wir bereits auf der Driving Range von Son Gual. Der Platz liegt etwa 20 Kilometer östlich von Palma und empfing uns mit einem beeindruckenden Clubhaus und akkurat gepflegten Fairways.
Was uns sofort auffiel: Die Grüns waren schneller als erwartet. Mit einer Stimp-Geschwindigkeit von geschätzten 11 Fuß forderten sie präzises Putting. Die Bunkerkanten waren scharf gezogen, der Sand fein und gleichmäßig. Bereits auf den ersten neun Löchern zeigte sich, dass Son Gual nicht nur landschaftlich reizvoll ist, sondern auch spielerisch anspruchsvoll. Besonders Loch 7, ein Par 3 über Wasser mit 165 Metern, verlangte Mut und genaues Eisen.
Der erste Tag endete mit einer Runde von 82 Schlägen bei einem Handicap von 12. Nicht das beste Ergebnis, aber ein gelungener Einstieg, der Lust auf mehr machte.
💡 Unser Tipp: Buchen Sie die erste Tee-Time am Nachmittag – so bleibt Zeit für entspannte Anreise und Eingewöhnung, ohne Stress.
Tag 2: Küstengolf in Alcanada und Klassiker Son Vida
Am zweiten Tag spielten wir vormittags in Alcanada, einem Platz im Nordosten der Insel mit direktem Meerblick. Die Kombination aus Links-Charakter und mediterraner Vegetation machte diese Runde zu einem visuellen Erlebnis. Wind kam von der Bucht und erschwerte die Schlägerwahl erheblich. Loch 17, ein Par 3 direkt am Wasser mit Blick auf die vorgelagerte Insel und den Leuchtturm, gehört zu den fotogensten Löchern, die wir je gespielt haben.
Nachmittags wechselten wir zu Son Vida, dem ältesten Golfplatz Mallorcas. Hier spürten wir den Unterschied: Parkland-Golf mit altem Baumbestand, engere Fairways, weniger Wind. Der Platz liegt erhöht über Palma und bietet immer wieder Ausblicke auf die Stadt und das Mittelmeer. Technisch weniger fordernd als Alcanada, aber taktisch interessant durch die vielen Doglegs und strategisch platzierten Bunker.
💡 Unser Tipp: In Alcanada unbedingt eine Stunde vor der Runde ankommen – die Driving Range mit Meerblick ist ideal zum Warmspielen.
Tag 3: Entspanntes Spiel auf Son Quint
Nach zwei intensiven Tagen gönnten wir uns eine etwas entspanntere Runde auf Son Quint, einem öffentlichen Platz nahe Palma. Die Anlage ist deutlich günstiger als die Premium-Plätze (Greenfee ab 65 Euro), und das merkt man. Die Fairways waren stellenweise ausgetrocknet, einige Grüns weniger gepflegt als auf Son Gual oder Alcanada.
Trotzdem war die Runde angenehm. Son Quint eignet sich gut für Anfänger oder Spieler, die ohne großen Druck eine Runde drehen möchten. Die Anlage ist offen gestaltet, verzeiht ungenaue Schläge und bietet ein solides Restaurantangebot. Wir probierten das Clubrestaurant und waren positiv überrascht: frische Salate, gegrillter Fisch und faire Preise.
💡 Unser Tipp: Son Quint ist ideal für eine Zwischenrunde, wenn das Budget geschont werden soll – aber erwarten Sie nicht Championship-Niveau.
Tag 4: Training auf der Arabella Golf Academy
Statt einer weiteren 18-Loch-Runde nutzten wir Tag vier für intensives Training. Die Arabella Golf Academy bietet eine der besten Übungsanlagen der Insel: Weitläufige Driving Range, Kurzspielbereich mit verschiedenen Bunkern, mehrere Putting Greens. Wir buchten eine Trainingsstunde mit einem lokalen Pro, der uns wertvolle Tipps für das Spiel bei Wind gab.
Am Nachmittag spielten wir neun Löcher auf dem angrenzenden Son Quint Executive Course – ein Par-3-Platz, der sich hervorragend zum Eisentraining eignet. Die kurzen Distanzen zwischen 90 und 150 Metern schärften unser Gefühl für Schlagweiten.
💡 Unser Tipp: Wer seine Golfreise mit gezieltem Training kombinieren möchte, sollte mindestens einen halben Tag in der Arabella Academy einplanen.
Tag 5: Golf Maioris
Der fünfte Tag führte uns nach Maioris, einem flachen Links-Platz an der Südostküste. Der Platz wirkt von außen unspektakulär, entpuppt sich aber als technisch anspruchsvoll. Schmale Fairways, strategisch platzierte Wasserhindernisse und schnelle Grüns verlangen präzises Spiel. Der Wind blies konstant mit 20 km/h, was jeden Schlag zur Herausforderung machte. Trotz der Schwierigkeit empfanden wir den Platz als fair – wer gut spielt, wird belohnt.
💡 Unser Tipp: Maioris unterschätzt man leicht – planen Sie ausreichend Zeit zum Warmspielen ein und nehmen Sie den Wind von Anfang an in die Schlägerwahl mit.
Tag 6: Abschlussrunde auf Son Gual
Zum Abschluss kehrten wir zu Son Gual zurück. Wir wollten prüfen, ob der Erstdruck des Platzes standhält – und er tat es. Diesmal spielten wir von den hinteren Tees (Championship-Abschläge) und merkten, wie sehr sich der Platz dadurch verändert. Carries über Wasser wurden länger, Doglegs enger, strategische Entscheidungen komplexer.
Die Platzpflege war erneut tadellos. Kein vertrockneter Halm auf den Fairways, Grüns mit perfektem Roll, Bunker frisch gerecht. Nach dieser zweiten Runde stand für uns fest: Son Gual ist der beste Platz der Insel, sowohl landschaftlich als auch spielerisch.
💡 Unser Tipp: Wer nur einen Platz auf Mallorca spielen kann, sollte Son Gual wählen – er bietet das Gesamtpaket.
Was uns überrascht hat
- Positive Überraschung: Die Vielfalt der Plätze. Wir hatten erwartet, dass sich die Anlagen ähneln – taten sie nicht. Jeder Platz hatte einen eigenen Charakter, von Links über Parkland bis zu amerikanisch inspirierten Designs.
- Anders als erwartet: Preisunterschiede. Die Spanne zwischen öffentlichen und Premium-Plätzen ist erheblich. Während Son Gual 140 Euro in der Hochsaison kostet, zahlt man auf Son Quint 65 Euro. Qualitativ rechtfertigt das den Unterschied, aber wer sparen möchte, findet Optionen.
- Geheimtipp vor Ort entdeckt: Restaurant Es Molí d’en Bou. In der Nähe von Son Gual entdeckten wir dieses Sternerestaurant, das moderne mallorquinische Küche serviert. Nach einem langen Golftag war das Menü mit lokalen Produkten genau das Richtige – und deutlich günstiger als vergleichbare Restaurants in Deutschland.
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Unser Fazit nach 7 Tagen
Die Erfahrung Golfreise Mallorca hat unsere Erwartungen erfüllt und in einigen Punkten übertroffen. Die Insel bietet eine außergewöhnliche Dichte an qualitativ hochwertigen Plätzen, die unterschiedliche Spielstile ansprechen. So finden hier Anfänger, Fortgeschrittene und auch ganze Gruppen passende Angebote. Die kurze Anreise, das milde Klima im Herbst und die gute Infrastruktur machen Mallorca zu einem unkomplizierten Ziel für Golfer.
Das absolute Highlight war Son Gual – ein Platz, der auch im internationalen Vergleich mithalten kann. Aber auch Alcanada, Maioris und Vall d’Or hinterließen bleibende Eindrücke. Was wir schätzen: Mallorca verzeiht auch schwächere Runden, weil die Umgebung, das Essen und die Atmosphäre den Trip lohnenswert machen.
Wir empfehlen diese Destination für Golfer, die Wert auf Vielfalt legen, nicht tagelang im Flieger sitzen möchten und sowohl sportliche Herausforderung als auch entspanntes Urlaubsfeeling suchen. Anfänger finden einsteigerfreundliche Plätze, Low-Handicapper werden auf Son Gual oder Alcanada gefordert.
Vergessen Sie nicht die passende Kleidung einzupacken. Hier finden Sie unsere Packliste mit allem, was für die Reise nach Mallorca wichtig ist.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Tage sollte man für eine Golfreise nach Mallorca einplanen?
Wir empfehlen mindestens fünf Tage, um drei bis vier verschiedene Plätze zu spielen und die Insel etwas zu erkunden. Eine Woche bietet den idealen Rahmen, um auch Erholungstage einzubauen und das kulinarische Angebot zu genießen. Weniger als vier Tage lohnen sich nur, wenn Sie gezielt einen bestimmten Platz spielen möchten.
Welche Jahreszeit eignet sich am besten?
Aus unserer Erfahrung ist der Zeitraum von Oktober bis April optimal. Die Temperaturen liegen zwischen 18 und 25 Grad, die Plätze sind weniger überlaufen, und die Greenfees fallen niedriger aus. Im Hochsommer kann es mit über 30 Grad unangenehm heiß werden, obwohl frühe Tee-Times das abmildern.
Braucht man für alle Plätze ein Handicap-Nachweis?
Die meisten Anlagen verlangen einen offiziellen Nachweis, typischerweise bis Handicap 36. Einige öffentliche Plätze wie Son Quint sind lockerer, aber wir raten, den Ausweis immer dabeizuhaben. Was wir gelernt haben: Die digitale Version auf dem Smartphone wird mittlerweile fast überall akzeptiert.
Wie kommt man am besten vom Flughafen zu den Golfplätzen?
Der Mietwagen ist die praktischste Lösung. Die meisten internationalen Anbieter haben Schalter direkt am Flughafen, und die Straßen sind gut ausgebaut. Transferservices bieten einige Hotels an, aber die Flexibilität fehlt. Wir haben mit einem Kleinwagen für 7 Tage etwa 220 Euro gezahlt – gut investiertes Geld für die Unabhängigkeit.
Roberto Gomez Jimenez
Sales Expert
Als gebürtiger Spanier berät Roberto mit tiefem Insider-Wissen und authentischer Leidenschaft für die spanischen Golfdestinationen.
„Golf ist mehr als Sport – es ist der Schlüssel zu echten Erlebnissen, besonders dort, wo ich mich zu Hause fühle.“

